#einehochzeitsplanerinheiratetHochzeitstagebuch

Say yes to the dress

Moodboard Brautkleider

Ich habe mein Kleid gefunden!!! Unglaublich, aber wahr. Es kam irgendwie ziemlich überraschend. Der Termin bei dem Brautladen war zwar geplant, aber ich habe nicht damit gerechnet, dass ich dort auch tatsächlich mein Kleid finden würde. Zumal dieses Geschäft ein Outlet war. Ich dachte es gibt dort nur klassische Restekleider, die keiner haben will. Aber da die Kleider meiner beiden Lieblingsdesigner Rue de Seine und Grace loves Lace mein Budget sprengen würden, musste ich nach Alternativen suchen. Und weil Kleider in Outlets nun mal viel günstiger sind und somit viel besser in mein Budget passen, gab ich dem Laden eine Chance. Einige Tage bevor ich in dieses Geschäft ging, erfuhr ich, dass meine Cousine, die ein paar Wochen nach uns heiraten wird, ihr total schönes Brautkleid in diesem Outlet fand. Ich war echt überrascht. Große Hoffnungen, dass auch ich dort mein Kleid finden würde, hatte ich allerdings trotzdem nicht. Ich stellte mich darauf ein noch weitere Brautläden besuchen zu müssen (dürfen), bis ich mein Kleid finde.

Als ich dieses Outlet dann betrat, war ich tatsächlich sogar ein bisschen aufgeregt. Bei den beiden vorigen Brautkleidanproben war das irgendwie anders. Ich hatte zwar Spaß an der Anprobe, aber so richtig Stimmung kam bei mir irgendwie nicht auf.  Das hat mich verwundert. Schließlich hatte ich mich auf den Brautlkeidkauf am meisten gefreut. Ich habe erwartet, dass ich total ausrasten würde, sobald ich ein Brautmodegeschäft betrete. Aber es passierte in mir nichts. An den Geschäften und den Beraterinnen lag es aber definitiv nicht, die waren super! Ich vermute mal, dass es daran lag, dass ich eigentlich noch gar nicht auf den Brautkleidkauf eingestellt war. Es war eher eine Hauruck Aktion. Wir hatten noch gar nichts für unsere Hochzeit organisiert, geschweige denn entschieden. Alles war offen und hing in der Schwebe. Es war die Sale-Saison, die mich dazu „zwang“ mich schon so früh auf die Suche nach meinem Kleid zu machen. Dazu kam sicher auch, dass meine Schwester und meine Mutter bei den beiden anderen Terminen nicht dabei waren. So fühlte es sich irgendwie an, als würde ich Sommerkleider bei H&M anprobieren. Bei diesem Termin waren die beiden aber endlich dabei.

Ich füllte nun also in dem Outlet ein Formular aus, bekam Handschuhe und durfte sofort mit der Suche beginnen. Zusammen mit Mutti durchstöberte ich alle Kleider meiner Größe und habe auch schnell einige gefunden, die mir gut gefielen. Es waren alles Boho Kleider. So wie ich es mir vorgestellt habe. Meine Schwester half mir beim Anziehen. Als ich dann auf den Hocker vor den großen Spiegel steigen durfte, kam dann auch endlich das Gefühl auf, dass ich bald heiraten werde. Ich fühlte mich auch ein bisschen wie bei „Zwischen Tüll und Tränen“ 😀 Endlich. Endlich musste ich mir nicht mehr nur vorstellen, wie es wohl wäre, wenn auch ich eines Tages mal mein Brautkleid für mich aussuchen würde.

Die sieben oder acht Kleider, die ich anprobierte, waren alle schön und standen mir auch, aber wie eine Braut habe ich mich darin nicht gefühlt. Ich entschied mich also für keines der Kleider. Ich durfte dann aber noch mal losziehen und bei einer anderen Größe nach Kleidern schauen. Ich fand dort aber leider nichts. Bis auf ein Kleid, das ich schön fand, aber bei dem ich mir nicht vorstellen konnte es auf meiner Hochzeit anzuziehen. Es war total anders als das, was ich mir vorgestellt und gewünscht habe. Ich wollte ein luftiges Boho Kleid mit Carmen Ärmeln, das so viel Haut wie möglich zeigt. Dieses Kleid war aber das komplette Gegenteil. Aber es war schön und ich war neugierig, also probierte ich es an. Ich ging wieder zum großen Spiegel, stieg auf das Podest und war baff. Damit habe ich nicht gerechnet. Es sah mega aus, ich fühlte mich wunderschön und wie eine richtige Braut. Ich bekam heftige Gänsehaut, die überhaupt nicht mehr wegging. Dann fing ich plötzlich an zu heulen. Das hat mich total überrascht und überfordert. Ich habe nicht verstanden was da mit mir passiert und warum mir plötzlich Tränen aus dem Gesicht schossen. Ich sagte immer wieder „Oh Gott! Was ist das? Was passiert mit mir?! Ich will das nicht!“ 😀 Ich war einfach total überwältig. Ich meine, ich war eine Minute vorher noch total gefühlsneutral und dann BÄM! kam das große Geheule. Echt merkwürdig. Meine Schwester ist direkt abgehauen. Sie wollte auf gar keinen Fall auch noch heulen.

Tja, es war also mein Kleid. Das war das Zeichen, von dem immer alle sprechen. Ich war schockverliebt. Doch ich kaufte das Kleid nicht. Ich wusste schließlich noch gar nicht wie und wo wir heiraten werden. Und dieses Kleid passte sogar nicht zu dem, was wir uns überlegt hatten (und wir hatten wirklich sehr viele verschiedene Ideen). Es machte einfach keinen Sinn mich in dieser Situation für ein Kleid zu entscheiden. Wir fuhren also wieder nach Hause und ich versuchte zusammen mit Daniel endlich zu entscheiden was wir nun tun werden. Es war immerhin allerhöchste Zeit endlich festzulegen wie unsere Hochzeit nun aussehen soll. Locations sind eben schnell ausgebucht. Und da ich dieses Kleid unbedingt haben wollte, mussten wir dringend eine Lösung finden.

Die Lösung fand ich einige Tage später auch und so konnte ich endlich zurück in den Brautladen und mein Traumkleid, von dem ich allerdings nie geträumt habe, kaufen. Ich hatte auf dem Weg zu dem Laden total Schiss, dass das Kleid schon weg ist, doch es war noch da. Es hing noch an der exakt gleichen Stelle. Scheiße, war ich erleichtert! Ich hatte aber auch noch die Befürchtung, dass mir das Kleid vielleicht doch nicht mehr gefallen würde und das ganze Theater umsonst war. Dem war aber nicht so. Ich zog es wieder an und war sofort wieder in love und bekam Gänsehaut. Das war mein Zeichen, das ich brauchte. Gott sei Dank habe ich nicht wieder losgeheult! Es war immer noch das richtige Kleid für mich! Ich fackelte also nicht lange und kaufte es sofort. Jetzt ist es endlich meins!

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