#einehochzeitsplanerinheiratetHochzeitstagebuch

He said yes!

He said yes!

Ich werde heiraten!!! Ich kann es noch gar nicht glauben! Dass ich das noch erleben darf 😉 (…dachte sich auch mein Vater). Er fühlt sich irgendwie merkwürdig an, wenn ich daran denke verlobt zu sein und bald vor dem Altar zu stehen. Auch wenn ich die letzten Jahre heimlich an meiner Traumhochzeit gefeilt habe und mir schon viele Gedanken gemacht habe wie es wohl wäre, fühlt es sich jetzt trotzdem so unwirklich an. Aber schön. Sehr schön sogar. Ich bin wohl gerade der glücklichste Mensch der Welt 🙂 Das Beste ist, dass ich jetzt endlich Brautkleider anprobieren darf! Darauf freue ich mich am meisten. Hoffentlich „muss“ ich sehr viele Kleider anprobieren, bis ich das Richtige finde 😀

Normal ist irgendwie anders….

Der Antrag war irgendwie witzig. Ich hatte schon vor einer Weile geplant meinem Freund, Daniel, die Frage aller Fragen zu stellen, weil ich einfach keine Lust mehr hatte zu warten. Ich hatte noch die Hoffnung, dass ich über Weihnachten und Silvester, als wir in New York waren, einen Antrag von ihm zu bekommen. Nichts. Dann muss ich die Sache wohl selbst in die Hand nehmen. Als Zeitpunkt habe ich mir unseren 5. Jahrestag überlegt, den wir in Wien verbringen wollten. Ich hatte erst überlegt den Antrag auf unserer Durchreise durch Prag in der Skelettkirche in Kutná Hora zu machen. Ich liebe Kirchengebäude und wir beide lieben Totenköpfe. Außerdem sind in Daniels Ring Totenköpfe eingearbeitet. Passender geht´s nicht. Ich entschied mich jedoch dagegen, weil ich nicht wusste wie ich an einem Durchreisetag die passende Stimmung hätte erzeugen sollen. Außerdem ahnte ich schon, dass die Kirche voller Touris sein würde. Da hatte ich keine Lust drauf. Ich plante also, dass ich den Antrag am Abend unseres Jahrestages machen werde, damit Daniel noch die Chance hat mir doch noch einen Antrag zu machen (Ich bin ja so ein gütiger Mensch ;)). Spontan wie ich manchmal bin, entschied ich mich allerdings am Morgen unseres Jahrestages zu einer kleinen Planänderung. Als wir nämlich aufwachten, war die Stimmung so schön und so passend, dass ich überlegte meinen Plan vorzuziehen und ihm sofort den Antrag zu machen. Ich ging noch mal schnell auf´s Klo und nutzte die Zeit, um gedanklich noch mal alle Situationen durchzuspielen. Ich stellte mir vor wie es wäre, wenn ich ihn unterwegs, während wir durch Wien laufen, fragen würde. Das fand ich allerdings doof, weil ich nicht wollte, dass irgendwelche Leute das mitkriegen und uns am Ende sogar noch abfeiern. Ich habe auch versucht mir vorzustellen wie es wäre den Antrag am Abend zu machen. Wenn wir völlig fertig vom vielen Gerenne nach Hause kommen, Abendbrot essen und vor dem TV versacken. Auch nicht schön. Wie hätte ich da die passende Stimmung erzeugen sollen? Außerdem hat mich mein Bauchgefühl davon überzeugt, dass ich an diesem Wochenende definitiv keinen Antrag mehr von ihm bekommen werde. Dann wäre es doch echt schade gewesen, wenn ich die schöne Stimmung am Morgen nicht genutzt hätte. All diese Gedanken spielte ich innerhalb einer Minute durch. Dann stand es fest. Ich mache es sofort. Ich war so furchtbar aufgeregt. Ich wurde total zittrig und mir wurde ganz schwindelig. Ich kam also zurück ins Schlafzimmer und war fest entschlossen. Ich ziehe das jetzt durch. Daniel sagte noch sowas wie „Alles Liebe zum Jahrestag“. Ich ließ ihn aber gar nicht ausreden, sprang auf, holte die kleine schwarze Ringschachtel und drückte sie ihm in die Hand. Er war so putzig aufgeregt, als er die Schleife aufmachte und die Schachtel öffnete. In seinem Gesicht sah man dann aber plötzlich, dass er die Situation nicht so richtig einordnen konnte. Seine schlimmste Befürchtung ist wahr geworden. Ich war schneller. Er hat aber trotzdem ja gesagt 😀 Dann sprang er auf und meinte, dass er auch was für mich hat. Was kann das wohl sein?! Er kam zurück und überreichte mir auch eine Schachtel. Sie war aus Holz und hatte einen Deckel, der aus einer Brosche, auf der eine Skelettfrau und die Schrift „Forever Love“ abgebildet war, gemacht wurde. Daniel hat die Schachtel selbst gebastelt. Er hatte sich richtig Gedanken gemacht! In der Schachtel lag dieser wunderschöne Ring aus Roségold mit einem hellblauen Aquamarin. Der schönste Ring, den ich je gesehen habe! Daniel sagte, dass der Ring ihn an Kalifornien erinnert hat (wie beide lieben Kalifornien) und auch an meine Heimat, die Ostsee. Der blaue Stein ist das Meer und die goldene Fassung der Strand <3

Ach wenn ich doch nur 5 Minuten länger die Klappe gehalten hätte….

Ich war so erleichtert! Erleichtert, dass ich doch einen Antrag bekommen habe und nicht ohne Ring nach Hause fahren musste! Ich hatte wirklich nicht mehr damit gerechnet. Daniels Enttäuschung, dass ich ihm nun zuvor gekommen bin, war ihm anzusehen. Mir tat es auch so total leid, dass ich ihm die Show vermasselt habe. Als er mir allerdings erzählte, dass er noch auf die Knie gehen wollte, war auch meine Enttäuschung darüber, dass ich so doof war und meinen Plan einfach vorgezogen habe, riesengroß. Das hätte ich ja zu gern gesehen. Tja. Das ist dann wohl die verdiente Strafe dafür, wenn man immer so ungeduldig ist 😉 Daniel erzählte mir später auch noch, dass er auch erst geplant hat den Antrag in der Skelettkirche zu machen. Aus den gleichen Gründen wie ich sie hatte. Er entschied sich allerdings ebenfalls dagegen. Auch aus den gleichen Gründen. Er beschloss dann, wie ich, bei seinem ursprünglichen Plan zu bleiben den Antrag an unserem Jahrestag zu machen, weil er wusste wie wichtig mir dieses Datum ist (Ich kann mir schlecht Daten merken und habe es gern, wenn einfach alles am gleichen Datum passiert 😀 ). Auch er hatte erst überlegt den Antrag am Abend zu machen oder eben, wenn wir in Wien unterwegs sind. Aber wie soll es auch anders sein, er entschied sich dagegen. Auch aus den gleichen Gründen. So kam es dann, dass er genauso spontan war wie ich und den Antrag gleich morgens machen wollte 🙂

Es ist ja noch mal alles gut gegangen….

Fast wäre mein Plan allerdings ins Wasser gefallen. 2 Tage vor der Abreise habe ich nämlich bemerkt, dass ich gar keine Unterkunft in Wien gebucht hatte. Und Daniel drängte auch noch darauf, dass ich mal lieber sofort die Unterlagen ausdrucken soll. Könnte ja sein, dass ich gar nichts gebucht habe. Tja. Er sollte Recht behalten. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich ein paar Monate vorher stundenlang versuchte diese blöde Ausweisverifizierung bei Airbnb durchzukriegen. Irgendwann hat es geklappt und ich bin davon ausgegangen, dass nun auch die Unterkunft erfolgreich gebucht war. Leider nein. Ich habe mir auch gar keine Gedanken mehr darüber gemacht, ob die Buchung nun erfolgreich war oder nicht. Dass ich nie eine Buchungsbestätigung erhielt, habe ich auch nicht gecheckt. Es brach Panik aus. Ich hatte total Schiss, dass ich meinen Plan nun nicht umsetzten kann. Ich hatte auch echt keine Lust ihm zu Hause einen Antrag zu machen. Als wir also nach einer neuen Unterkunft suchten, fanden wir nur noch blöde Zimmer, die mir einfach nicht gefielen. Ich habe da so eine Macke (eine von vielen). Wenn ich schon hässliche Vorhänge oder Bettbezüge sehe, habe ich schon keinen Bock mehr. Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen Daniel in einer hässlichen Unterkunft die Frage aller Fragen zu stellen. Daniel meinte übrigens später auch, dass er Angst hatte eine hässliche Unterkunft zu bekommen und er sich nicht vorstellen konnte mir dort den Antrag zu machen 😀 Einen Tag vor der Abreise haben wir dann tatsächlich noch eine schöne Unterkunft in Wien gefunden. Sogar mit schönen Vorhängen und Bettbezügen 😀 Puh!

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